Fußball-WM: Studenten der Uni Bremen lassen Roboter jubeln

An der Uni Bremen bejubelt zurzeit ein Industrieroboter, der von studentischen Projektgruppen aus dem Studiengang Systems Engineering modernisiert worden ist, die Fußball-Nationalmannschaft. In einem mehrjährigen Projekt wurde die technisch veraltete Steuerung eines Kuka-Industrieroboters auf den heutigen Stand der Technik gebracht – und als erstes zur Unterstützung der deutschen Fußballnationalmannschaft eingesetzt.

Die Studenten der Uni Bremen haben dafür alle Komponenten der numerischen Steuerung aus dem Schaltschrank entfernt und durch eine PC-basierte Steuerung ersetzt. Anschließend wurden zunächst die einzelnen Motoren und dann das Gesamtsystem wieder in Betrieb genommen.

Der Hauptarbeitsaufwand bestand für die angehenden Ingenieure in der Erstellung des Betriebsprogramms. Damit aus den Bewegungen der einzelnen Achsen eine koordinierte Gesamtbewegung des Roboterarms entsteht, ist eine entsprechende mathematische Transformation der Achswinkel erforderlich.

Darüber hinaus müssen aus den Eingabebefehlen des Bedieners Motorenwinkel und Drehgeschwindigkeiten berechnet werden. Auch sicherheitsrelevante Fragestellungen sind zu betrachten, damit keine Kollisionen eintreten oder gar Menschen verletzt werden.

Die Inbetriebnahme erfolgte pünktlich zur Fußball-WM in Brasilien. Passend dazu wurde als Demonstrationsaufgabe das Schwenken einer Deutschlandfahne gewählt. Das Ergebnis kann in einem Video begutachtet werden:

Sämtliche Arbeiten von der Konzeptionierung über den Umbau, die Programmierung bis zur Inbetriebnahme wurden von den Studenten selbst durchgeführt. Sie wurden dabei intensiv durch Mitarbeiter des Bremer Instituts für Strukturmechanik und Produktionsanlagen (bime) im Fachbereich Produktionstechnik betreut.

Den Erfolg des Projektes verdanken die Studenten auch der Firma Beckhoff, die die fußballbegeisterten Ingenieure von morgen unterstützte.