Kollege Roboter wird Realität: VDI-Fachkonferenz „Assistenzroboter in der Produktion“

Die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter ist nicht nur in Bremen ein Thema: Bei der VDI-Fachkonferenz „Assistenzroboter in der Produktion“ am 10. und 11. Dezember 2014 in Frankfurt diskutieren Experten die Möglichkeiten und Chancen der Servicerobotik.

Leiter der Fachkonferenz ist Prof. Hans Wernher van de Venn von der ZHAW Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und unter anderem einer der Gewinner des Robotic Award 2013 der Hannover Messe mit seinem System für eine sichere Mensch-Roboter-Interaktion.

„Die direkte Interaktion zwischen Mensch und Roboter wird aufgrund ihrer hohen Flexibilität in Zukunft immer wichtiger werden“, so van de Venn. Vor allem in der Automobilbranche spielt sie eine wichtige Rolle wie der Vortrag von Audi in der Montageanwendung zeigt. Bereits jetzt gibt es marktreife Serviceroboter, die in der Industrie eingesetzt werden – allerdings arbeiten sie meist hinter einem Schutzzaun und interagieren nicht mit dem Menschen. Besonders in Deutschland steht die Sicherheit beim Einsatz von Robotern im Mittelpunkt.

Der erste von der Berufsgenossenschaft zugelassene Roboter in Deutschland wird auf der Veranstaltung vorgestellt. Der automatische Produktionsassistent APAS zeigt mit welchen Technologien die zukünftige Industrie 4.0 arbeiten könnte. Auf der VDI-Fachkonferenz erläutert ein Vertreter von Robert Bosch, wie sich der APAS innerhalb einer Smart Factory einsetzen lässt.

Weitere praxisnahe Beispiele für assistierende Roboter in der industriellen Produktion liefert Peter Heiligensetzer von MRK-Systeme. Die zertifizierten kollaborierenden Robotersysteme von MRK sind bereits in verschiedenen Industriebereichen im Einsatz. „Unsere assistierenden Roboter entlasten bereits heute Mitarbeiter in der Automobilindustrieb bei Klebe- und Montageapplikationen“, erklärt Heiligensetzer.

Einer der Marktführer im Bereich der Serviceroboter ist KUKA Systems. In einem Vortrag präsentieren sie wandlungsfähige Montagesysteme durch sensitive Leichtbaurobotik. Sie berichten über die neue Leichtbau-Roboter Generation iiwa mit integrierter Sensorik und programmierbarer Feinfühligkeit. Über die Pneumatik als inhärent sichere Antriebsform für Roboter berichtet ein Referent von Festo. Er erläutert die Vorteile der Verwendung von Druckluft und stellt die Vorteile gegenüber herkömmlichen elektrischen Roboterantrieben dar.

Berd Gombert entwickelte über 100 angemeldete und erteilte Patente. Auf der VDI-Fachkonferenz hält er einen Vortrag zur Mensch-Maschine-Kooperation in der flexiblen Automation und stellt das Leichtbaurobotersystem Roberta vor. Mit diesem Thema schließt er die digitale Lücke der Vision Industrie 4.0 und erklärt, dass Sicherheit und Flexibilität kein Widerspruch sind.

Am Tag vor und nach der Veranstaltung finden zwei Spezialtage unter dem Titel „Mensch, Roboter & Sicherheit“ sowie „Robotik in Betreuung und Gesundheitsversorgung“ statt.

Anmeldung und Programm:
www.vdi.de/assistenzroboter (zurzeit nicht erreichbar) oder über das VDI Wissensforum, E-Mail wissensforum@vdi.de, Telefon 0211-6214-201.