EU-Projekt soll sichere Mensch-Roboter-Kollaboration in der Industrie gewährleisten

Am 1. Dezember 2014 ist unter maßgeblicher Beteiligung des Robotics Innovation Center des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) ein EU-Projekt gestartet, das eine sichere Zusammenarbeit von Mensch und Roboter ermöglichen soll.

Für das Projekt „FourByThree“ hat sich eine Allianz aus 15 europäischen Partnern zusammengeschlossen, um Roboterlösungen für das kollaborative Arbeiten von Mensch und Roboter in der Industrie zu entwickeln. Das Projekt, das auf 36 Monate angelegt ist, hat ein Gesamtbudget von 6,9 Millionen Euro und wird durch die Europäische Union innerhalb des Europäischen Rahmenprogramms für Forschung und Innovation, „Horizon 2020“, teilgefördert.

Ziel: Modularität, Benutzerfreundlichkeit und Effizienz

FourByThree reagiert auf den Bedarf an Industrierobotern, die nicht nur präzise und effizient arbeiten, sondern auch Sicherheit in der Zusammenarbeit mit dem Menschen gewährleisten – insbesondere dann, wenn sich Mensch und Maschine den Arbeitsplatz teilen. Dank innovativer Hard- und Software sollen sich die im Projekt zu entwickelnden Roboterlösungen durch Modularität, Sicherheit, Benutzerfreundlichkeit und Effizienz auszeichnen.

Motoren für die Roboterarme kommen aus Bremen

Das DFKI Robotics Innovation Center in Bremen stellt dafür modulare Aktuatoren (Motoren) mit entsprechend hardwarenaher Steuerung bereit, die als Basis für den Bau von Roboterarmen dienen. Diese Aktuatoren basieren auf einem neuartigen, seriell-elastischen Design, das vom DFKI entwickelt wurde und eigensicheres robotisches Verhalten ermöglichen soll. Das bedeutet, dass aufgrund spezieller Konstruktionsprinzipien selbst im Fall eines Softwarefehlers kein unsicherer Zustand auftritt.

Die Projektpartner sind Forschungszentren, Industrie- und Technologieunternehmen sowie eine Universität, die ihren Sitz in Deutschland, Spanien, Italien, Finnland, Holland und dem Vereinigten Königreich haben. Die Projektkoordination liegt bei der in Spanien ansässigen Forschungsallianz IK4-Tekniker. Das offizielle Projektstart-Meeting findet am 15. Januar 2015 in Brüssel statt.

Kontakt:
Dr.-Ing. José de Gea Fernández
Robotics Innovation Center
E-Mail: jose.de_gea_fernandez@dfki.de
Tel.: 0421 178 45-4112